Das griechische Wort "hypnos" bedeutet: Schlaf. Die Bezeichnung stammt aus dem 19. Jahrhundert, als nur sehr tiefe Hypnosezustände mit anschließender Erinnerungslosigkeit als besondere Bewusstseinslagen angesehen wurden.

Die medizinisch verwendete Hypnose heute, beschränkt sich in aller Regel auf einen leichteren bis mittleren Tiefegrad. Es ist ein Zustand der intensiven seelisch-körperlichen Ruhe, in dem der Hypnotisierte sein Bewusstsein und seine Selbstkontrolle behält, alles zu ihm Gesprochene hört und sich auch danach an den Inhalt erinnern kann.

Die Hypnose beruht auf biologisch natürlichen, geistig-seelischen Vorgängen, die der modernen neurophysiologischen und psychologischen Wissenschaft weitgehend bekannt sind. Jede intensive Konzentrationsleistung und viele andere alltägliche Bewusstseinszustände enthalten gesunde hypnotische Anteile.

Mit Hilfe der medizinischen Hypnose können sämtliche organischen Vorgänge beim Menschen beeinflusst werden. Beispielsweise die Drüsenfunktionen, die Herztätigkeit, der Blutdruck, die Magen- und Darmtätigkeit, die Muskel- und Nerventätigkeiten, die Empfindungen und Gefühle.

Der wichtigste Anwendungsbereich ergibt sich allerdings aus der Möglichkeit, die Schranke zwischen Bewusstsein und Unbewusstem "durchlässiger" zu machen. Die eigenen meist überwiegend unbewussten Lösungsmöglichkeiten werden erkannt und zugängig. Die analytischen Hypnoseverfahren sind deshalb vor allem für die ursächliche Behandlung seelischer und körperlicher Erkrankungen geeignet.